Wie Nikkei Asia berichtet, kämpft Apple bei der Entwicklung seines ersten faltbaren iPhones mit unerwarteten technischen Schwierigkeiten – und die könnten den iPhone Fold Launch-Termin empfindlich nach hinten schieben.
Die Probleme drehen sich vor allem um zwei kritische Bauteile: den Scharniermechanismus und das ultra-dünne, faltenarrme OLED-Display. Genau dort liegt die Crux bei jedem Foldable: Wer einen knickfreien Bildschirm und ein robustes Scharnier will, muss Fertigungstoleranzen einhalten, die selbst erfahrene Zulieferer ans Limit bringen.
Mehr Probleme als erwartet
Die Schwierigkeiten traten in der sogenannten Engineering Verification Testing (EVT)-Phase auf – einem zentralen Schritt in Apples mehrstufigem Entwicklungsprozess, bei dem Design und Fertigbarkeit rigoros geprüft werden, bevor die Produktion hochgefahren wird. Die Herausforderungen werden als komplexer beschrieben als ursprünglich angenommen, und Zulieferer wurden bereits über mögliche Terminanpassungen informiert.
Ein mit der Sache vertrauter Insider sagte gegenüber Nikkei Asia: Es sei wahr, dass in der frühen Testproduktionsphase mehr Probleme als erwartet aufgetaucht seien und zusätzliche Zeit benötigt werde, um sie zu beheben und die nötigen Anpassungen vorzunehmen.
Foxconn hat die Testproduktion gestartet – aber die Zeit drängt
Foxconn hat die Testproduktion des iPhone Fold bereits aufgenommen. Apple plant, die Massenproduktion im Juli zu starten – doch genau das könnte sich verschieben, wenn die aktuellen Engineering-Probleme nicht rechtzeitig gelöst werden.
Der Zeitraum April bis Anfang Mai gilt jetzt als entscheidendes Zeitfenster für Apple, um die offenen Punkte zu klären. Gelingt das nicht, droht eine Verschiebung der Massenproduktion – und damit auch ein späterer Marktstart eines der bedeutendsten Apple-Produkte der letzten Jahre.
Zur Einordnung: In der Testproduktionsphase geht es nicht darum, ob das Gerät funktioniert, sondern ob es sich in großem Maßstab fertigen lässt, ohne Apples strenge Qualitätsstandards zu kompromittieren. Genau hier werden kritische Variablen wie Display- und Scharnier-Haltbarkeit unter Fabrikbedingungen unter Stress gesetzt.
Scharnier aus dem 3D-Drucker
Apple setzt beim Scharniermechanismus angeblich auf 3D-Drucktechnologie, um komplexere Geometrien und engere Toleranzen als beim klassischen Maschinenbau zu erreichen – mit dem Ziel, die physische Eindrückung auf dem Display so gering wie möglich zu halten. Ein cleverer Ansatz, der zeigt, wie viel Entwicklungsaufwand Apple in dieses Projekt steckt.
Bescheidener Start: 7 bis 8 Millionen Einheiten
Apple plant für den Start eine Produktionsmenge von rund 7 bis 8 Millionen Einheiten – das entspricht weniger als 10 Prozent des gesamten neuen iPhone-Lineups für den 2026er-Zyklus. Diese vergleichsweise kleine Stückzahl spiegelt die bewusste Entscheidung wider, das Foldable als Premium-Produkt zu positionieren und nicht als Massenware.
Marktstart weiter im Herbst 2026 geplant – aber mit Fragezeichen
Apple hatte ursprünglich geplant, das iPhone Fold im September gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max vorzustellen. Bloomberg-Reporter Mark Gurman bestätigte zuletzt, dass das iPhone Fold nach den Pro-Modellen auf den Markt kommen wird.
Analysten von IDC gehen davon aus, dass das iPhone Fold einen 30-prozentigen Anstieg bei den weltweiten Foldable-Verkäufen in 2026 auslösen wird.
Beim Preis sollte man sich warm anziehen: Gerüchten zufolge könnte das iPhone Fold bei maximalem Speicherausbau fast 3.000 US-Dollar kosten.
Apples Devise ist klar: lieber später und perfekt als pünktlich und fehlerhaft. Ob der Zeitplan hält, entscheidet sich in den nächsten Wochen.
👉 Wer sich schon jetzt auf kommende iPhones einstimmen möchte, findet auf Amazon passendes Zubehör wie MagSafe-kompatible Ladegeräte, Apple-zertifizierte USB-C-Kabel und hochwertige iPhone-Hüllen – ideal, um für den nächsten großen Apple-Launch gerüstet zu sein.
