Apple hat außerplanmäßig neue Software-Updates für mehrere ältere Versionen von iOS, iPadOS, macOS und watchOS veröffentlicht. Die Aktualisierungen richten sich gezielt an Bestandsgeräte, die keine aktuellen iOS-Versionen mehr erhalten, und verlängern die Funktionsfähigkeit zentraler Apple-Dienste deutlich über den bisherigen Zeitraum hinaus.
Apple verteilt Updates für alte Systeme – das steckt dahinter
Die jetzt veröffentlichten Versionen sind keine klassischen Feature-Updates. Stattdessen aktualisiert Apple wichtige Systemzertifikate, die für Kernfunktionen wie iMessage, FaceTime sowie die Geräteaktivierung benötigt werden. Ohne diese Erneuerung könnten betroffene Geräte in absehbarer Zeit Verbindungs- und Aktivierungsprobleme bekommen.
Apple sorgt damit dafür, dass auch ältere Geräte weiterhin zuverlässig mit den Apple-Servern kommunizieren können. Der Schritt ist ungewöhnlich, weil er außerhalb der normalen Update-Linien erfolgt und sich ausdrücklich auf bereits abgekündigte Softwarestände konzentriert.
Diese Versionen wurden aktualisiert
Die neuen Releases betreffen mehrere Plattformen gleichzeitig. Dazu zählen unter anderem:
- iOS 16.7.14 und iPadOS 16.7.14 für ältere iPhone- und iPad-Modelle, die nicht mehr auf neuere Hauptversionen aktualisieren können
- macOS Big Sur 11.7.11 für entsprechend alte Mac-Hardware
- watchOS 10.6.2 und watchOS 9.6.4 für ältere Apple-Watch-Generationen
- zusätzliche Sicherheits- und Zertifikatsupdates für noch ältere watchOS- und macOS-Stände
Die Updates stehen über die jeweilige Softwareaktualisierung in den Systemeinstellungen bereit und lassen sich wie gewohnt installieren.
Einordnung
Apple veröffentlicht zwar regelmäßig Sicherheitsupdates für ältere Systeme, gezielte Zertifikats-Verlängerungen über mehrere Plattformen hinweg sind jedoch vergleichsweise selten. Für Besitzer älterer iPhones, iPads, Macs und Apple Watches ist die Installation dennoch sinnvoll, da sie direkt die Dienstekompatibilität betrifft.
