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Raubkopierte iPhone-Apps machen kleineren Entwicklern das Leben schwer

Raubkopierte iPhone-Apps machen kleineren Entwicklern das Leben schwer

Raubkopierte iPhone-Apps machen kleineren Entwicklern das Leben schwer
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Ein Fallbeispiel
Welche Dimension die App-Piraterie annehmen kann, musste beispielsweise der Entwickler Ben Gotow erfahren. In einem Interview mit der Online-Ausgabe der britischen Macworld äußerte er sich zu seinem Malprogramm „Layers“ (hier im App Store). Eher durch Zufall stieß er auf eine Seite, über die seine gecrackte App bereits mehr als 9000 mal heruntergeladen worden war. Gotow recherchierte weiter und musste feststellen, dass das Verhältnis zwischen raubkopierten und legal erworbenen Versionen von Layers zeitweise bei 3:1 lag.

Es trifft die Kleinen
Selbstverständlich kann man nicht davon ausgehen, dass jeder, der eine gecrackte App installiert, diese ansonsten im App Store gekauft hätte. Doch selbst wenn sich nur kleiner Prozentanteil möglicher Käufer unter den Nutzern der raubkopierten Apps befindet, entgehen dem Entwickler einige hundert, in manchen Fällen sogar tausende Dollar. Bei vielen ambitionierten Ein-Mann-Projekten kann das schon den Unterschied machen, ob sich Zeit und Kosten für die Entwicklung einer App im Endeffekt lohnen.

Ist der Jailbreak das „schwarze Schaf“?

Man muss ganz klar feststellen, dass der Jailbreak das Nutzen gecrackter Apps ermöglicht. Der Grundgedanke des Jailbreaks ist aber ein anderer: Es geht um die Lösung der Zwangsbindung mit iTunes und App Store, wie es der alternative App Store „Cydia“ bereits erfolgreich praktiziert, mit nützlichen Anwendungen, die es so im App Store wohl kaum geben würde. Und beileibe nicht alle Jailbreaker verwenden gecrackte Apps. Die Analytiker von Pinch Media haben errechnet, dass auf 38 Prozent der jailbroken iPhones gecrackte Apps installiert sind. Somit ist weniger der Jailbreak selbst das schwarze Schaf, als vielmehr eine bestimmte Gruppe von Anwendern. Diese ist leider groß genug, um den Entwicklern das Leben schwer zu machen.

Der Aberglaube, die Entwickler würden sogar von gecrackten Apps profitieren, weil sie über diesen Weg auch Käufer gewinnen und die Popularität ihrer Programme steigt, beruhigt zu Unrecht das Gewissen zahlreicher Anwender. Gerade mal 0,43 Prozent der Nutzer einer gecrackten App kaufen diese später – da wäre es schon zynisch zu behaupten, die App-Entwickler würden in irgendeiner Weise profitieren. Genauso wenig greift hier eine Art von „Robin-Hood-Mentalität“. Es sind nunmal keine milliardenschweren Film- oder Spielestudios, die durch raubkopierte Apps geschädigt werden, sondern zumeist ist es der selbstständige Programmierer, der irgendwie seine Miete bezahlen muss.    

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